01.10.2026 in Topartikel Meinung

VW kündigt Tarifverträge - Beschäftigte sollen zahlen, Aktionäre werden weiter bedient

 

Der VW-Konzern hat am gestrigen Mittwoch einseitig nahezu alle Tarifverträge gekündigt.
Damit verschärft der größte deutsche Automobilkonzern den Druck auf seine Beschäftigten
immer weiter.
Dabei hat die Konzernbelegschaft längst Verantwortung übernommen: Vertreten durch ihren
KBR und die IGMetall haben die Beschäftigten akzeptiert, ab 2025 jährlich auf rund 1,5
Milliarden Euro zu verzichten.
Dieser massive Beitrag zur Stabilisierung des Unternehmens steht jedoch in einem krassen
Gegensatz zur Unternehmenspolitik gegenüber den Aktionärinnen und Aktionären: Ende Juli
wurde denen 2,6 Milliarden Euro ausgeschüttet.
Gleichzeitig spricht VW-Chef Oliver Blume angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten und
sinkender Gewinne (und ja: es sind immer noch üppige Gewinne) von einer Lage, die „mehr
als kritisch" sei. Wer jedoch Milliarden an Aktionäre ausschüttet, während Beschäftigte auf
Einkommen, Sicherheit und tarifliche Absicherung verzichten sollen, handelt diplomatisch
ausgedrückt unverantwortlich! Das ist nichts Anderes als Sozialraub auf Kosten der
Beschäftigten - während Aktionäre weiterhin schamlos bedient werden.
Als SPD-Basis fordern wir - der AfA Pankow gemeinsam mit dem AfB Pankow - die VW-
Arbeitgeberseite auf, die Kündigung der Tarifverträge unverzüglich zurückzunehmen.
Darüber hinaus muss der Vorstand endlich damit beginnen, verlorenes Vertrauen
wiederherzustellen. Dazu gehört vor allem, Verantwortung für eigene wirtschaftliche
Fehlentscheidungen zu übernehmen, statt deren Folgen einseitig auf die Beschäftigten
abzuwälzen.
Es kann nicht sein, dass einerseits Arbeitnehmerinnen Jahr für Jahr auf Milliarden verzichten
sollen, während sich andererseits jene, die sich nicht an der Wertschöpfung durch Arbeit am
Unternehmen beteiligen, weiterhin durch Ausschüttungen Hoher Renditen bereichern.
Die SPD ist historisch und politisch aus der Arbeiterinnenbewegung hervorgegangen.
Deshalb muss sie in dieser Frage klar Haltung zeigen und die Arbeitgeberseite deutlich in
ihre Schranken weisen. Verantwortung darf nicht nach unten delegiert, während Gewinne
nach oben verteilt werden.
Das gleiche gilt für die Fachkräftesicherung von morgen. Wenn für junge Talente die
Übernahmegarantie nach der Ausbildung, ein Hauptargument sich für einen Betrieb zu
entscheiden, wegfällt, sinkt auch die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung.
Es gilt ein einfacher Grundsatz: Erst die Übernahme sozialer Verantwortung, dann die
Ausschüttung von Gewinnen!


Zusammengefasst: Tarifverträge, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit dürfen nicht zur
Verhandlungsmasse werden, während Aktionäre weiterhin Milliarden erhalten.


Lasse Klebe und Katja Boll
AfA Pankow
und Dean Gärtner
AfB Pankow

 

10.09.2026 in Gegen Rechtsextremismus

Solidarität mit Beschäftigten, Gewerkschaften und AfAs in Sachsen-Anhalt

 
07. September: AfA Pankow auf der Demo "Zeit zum Handeln"

Seit Sonntag, dem 06. September, steht fest: In Sachsen-Anhalt wurde eine als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD mit 44 % zur stärksten politischen Kraft gewählt. Eine Partei, die in ihrem "Regierungsprogramm" kein Wort zur betrieblicher Mitbestimmung oder zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen für ALLE Arbeitnehmende in Sachsen-Anhalt verliert, lieber auf Herkunft statt Leistung achtet und Gewerkschaften nicht einmal ernst nimmt. Klare Anzeichen dafür, dass dies nur schlecht für die Arbeitswelt in Sachsen-Anhalt sein kann.

Genau deswegen gilt für uns als AfA Pankow: Solidarität mit allen Beschäftigten, Gewerkschafter*innen und AfAs in Sachsen-Anhalt! Solidarität gibt uns die Macht etwas zu verändern - so die Lehren der Arbeiter*innenbewegung.

Wir stehen füreinander ein und helfen uns gegenseitig. Denn nur so können wir es gemeinsam schaffen, dass politisch endlich wieder gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und eine bessere betriebliche Mitbestimmung in den politischen und gesellschaftlichen Fokus rücken.

Wir als AfA Pankow waren bereits auf der Demo "Zeit zum Handeln" am 07. September und haben zusammen mit der Berliner SPD ein klares Zeichen gesetzt.

Nun brauchen wir auch dich, um uns gemeinsam gegen den stetig wachsenden Rechtsruck zu organisieren und die richtigen Themen für die Beschäftigten dieses Landes zu setzten! 

Kämpferische Grüße

euer AfA Pankow Vorstand   

 

07.05.2026 in Wahlen

Neue Power für Pankows Arbeitnehmende

 

Wie der Parteiprozesss es so möchte, wurde nach 2 Jahren am 05.02.26 im Rahmen einer Kreisvollversammlung ein neuer Vorstand unsere Arbeitsgemeinschaft für Arbeit in Pankow (AfA Pankow) gewählt.

Als Doppelspitze wurden Katja Boll und Lasse Klebe einstimmig bestätigt. Tatkräftig unterstützt werden sie von den einstimmig gewählten Stellvertreterinnen Daniela Milutin, Petra Effenberger und Sophie Kolodziej, sowie vom einstimmig gewählten Beisitzer Alexander Boster.

Der neue Vorstand bedankt sich insbesondere bei Marcel Melzer für die engagierte Arbeit der vergangenen Jahren an die wir anknüpfen möchten.

Wir als neuer AfA Pankow Vorstand werden dafür sorgen, dass Interessen und Themen, die Arbeitnehmende, Auszubildende und Betriebs- und Personalräte in Pankower Betrieben bewegen, weiter laut in die Partei hineingetragen werden!

Denn nur eine SPD, die sich vorrangig für die Interessen von Arbeitnehmenden einsetzt, ist eine gute und starke SPD!

Wir freuen uns, wenn ihr uns in den kommenden zwei Jahren tatkräftig dabei unterstützt.

Euer AfA Pankow Vorstand

 

28.05.2025 in Arbeit

Thematische Veranstaltung zum Thema Ausbildung von AfA Pankow und Jusos Pankow

 

Am vergangenen Dienstag fand die Abschlussveranstaltung der Themenreihe Ausbildung von Jusos Pankow und AfA Pankow statt. Gemeinsam haben wir verschiedene Akteur:innen wir der Berliner Ausbildungslandschaft zusammenbringen, um über die Zukunft der Ausbildung in Berlin zu diskutieren.

Im ersten Panel diskutierten die Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SenASGIVA), Knut Lambertin (DGB Pankow) und Dieter Mießen (Frisch & Faust GmbH; Mitglied im Berufsbildungsausschuss der IHK Berlin) über die Ausbildungsplatzumlage. Einigkeit herrschte dabei insbesondere bei der Frage des Handlungsbedarfs hinsichtlich der Ausbildungssituation in Berlin. Deutlich kritischer war die Debatte rund um die Einführung einer Ausbildungsplatzumlage als Teil der Lösung dieses Problems.

Im zweiten Panel ging es um die Wohnsituation für Auszubildende in Berlin. Einleitend berichtete der Auszubildende Lasse Klebe über seine Erfahrungen mit dem Berliner Wohnungsmarkt. Anschließend diskutierten Cansel Kiziltepe, Gerd Woweries (Geschäftsführer des ABB Ausbildungszentrums) sowie Arian Freund (in Vertretung für die Genossenschaft Studentendorf Schlachtensee) zunächst allgemein über Maßnahmen, mit denen Politik und Unternehmen der Wohnungsnot begegnen, um anschließend noch auf das konkrete Projekt zum Bau eines Azubi-Wohnheims zu sprechen zu kommen, bei dem es jedoch förderrechtliche Hindernisse gab. Bei diesem Gespräch wurde deutlich, dass auch hier weitreichende politische Schritte nötig sind, damit die Stadt sowie Betriebe allen Azubis bezahlbaren Wohnraum bereitstellen können.

Unsere Veranstaltung zeigt, wie wichtig der Austausch zwischen den verschiedenen Akteur:innen in Wirtschaft und Politik ist. Die Diskussion war sehr bereichernd und wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die Diskussion!

 

 

25.05.2025 in Arbeit

Veranstaltung zum Thema Ausbildung am Dienstag, 27. Mai um 19 Uhr im Varia Vineta Theater

 

Am kommenden Dienstag, 27. Mai 2025, diskutieren wir zwischen 19 und 21 Uhr im Varia Vineta Theater über die Ausbildungssituation in Pankow und Berlin mit:

Cansel Kiziltepe (Senatorin für Arbeit und Soziales)

Knut Lambertin (DGB Pankow) 

Dieter Mießen (IHK Berlin) 

Gerd Woweries (ABB Ausbildungszentrum)

u.a.

Wir freuen uns auf Gäste und Besucher!

 

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